IFA-Handbuch
 

Rutschhemmungsmaterialien als Hilfsmittel zur Ladungssicherung

Rutschhemmungsmatten sind Hilfsmittel zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, die die Gleitreibung zwischen Ladegut und Ladefläche erhöhen sollen, um die zur Ladungssicherung erforderlichen Maßnahmen zu reduzieren. Eine gebräuchliche Methode zur Rutschsicherung von Ladeeinheiten ist z. B. das Niederzurren mit Zurrgurten. Der Einsatz von Rutschhemmungsmatten reduziert hierbei die erforderlichen Zurrkräfte beträchtlich. Folglich können hier weniger Zurrgurte verwendet werden als in den Fällen, in denen man auf Rutschhemmungsmatten verzichtet. Rutschhemmende Materialien dürfen nie als einzige Maßnahme zur Ladungssicherung verwendet werden, da allein mit diesen die erforderlichen Sicherungskräfte nicht erreicht werden können.

Neben einer möglichst hohen Reibungszahl müssen Rutschhemmungsmaterialien auch eine ausreichende mechanische Festigkeit aufweisen.
Untersuchungen zeigen, dass sich rutschhemmenden Materialien keine pauschale Reibungszahl zuweisen lässt. Vielmehr muss für jeden Materialtyp die Reibungszahl gesondert ermittelt werden.

Rutschhemmungsmaterialien sollte man nur im sauberen, besenreinen Zustand verwenden, da starke Verschmutzungen die Reibung drastisch reduzieren. Darüber hinaus sind die Angaben der Gebrauchsanleitung zu beachten. Diese muss mindestens Informationen zu den folgenden Punkten enthalten: Eigenschaften der verwendeten Rutschhemmungsmaterialien, Einsatzbereich und Einsatzbedingungen, Anforderungen an die Sauberkeit und Reinigung der Matten und an die Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten und Korrosionsschutzmitteln wie auch gegenüber UV-Strahlung. Weiterhin muss die Gebrauchsanleitung Kriterien nennen, anhand derer die Ablegereife beurteilt werden kann.

Kennzahl: 310410

Lieferung: 02/2024