IFA-Handbuch
 

Seitenschutzsysteme für hochgelegene, flachgeneigte Arbeitsflächen

Ein Seitenschutzsystem ist ein temporäres, an Absturzkanten befestigtes Geländer zum Schutz der beschäftigten Personen gegen Absturz von hoch gelegenen, flach geneigten Arbeitsflächen.

Dabei werden, abhängig von der Neigung der Arbeitsfläche, drei Klassifizierungen vorgenommen. Ein Seitenschutzsystem der Klasse A entspricht der Anwendung bei einem Neigungswinkel der Arbeitsfläche von bis zu 10°, Systeme für vorgesehene Neigungswinkel zwischen 10° und 30° werden der Schutzklasse B zugeordnet. Seitenschutzsysteme der Klasse C sind für den Einsatz an bis zu 60° geneigten Arbeitsflächen vorgesehen.

Ein klassisches Anwendungsbeispiel der Schutzklasse A tritt bei Deckenrändern von Hochbauten in Skelettbauweise auf, wenn die Fassaden erst nach Erreichen der geplanten Bauhöhe erstellt werden. Systeme der Schutzklasse B finden beispielsweise Verwendung an den Absturzkanten flacher Satteldächer, wie sie bei Supermarktketten häufig angetroffen werden. Klasse C - Systeme werden auch als Dachschutzwand bezeichnet und finden an Steildächern zur kollektiven Sicherung gegen einen Absturz ihren Einsatz. Der Beitrag beschreibt die Methoden zum Nachweis der Gebrauchstauglichkeit von Seitenschutzsystemen, insbesondere für die Fälle, bei denen dieser Nachweis durch Versuche erbracht wird.

Kennzahl: 470220

Lieferung: 02/2021